auch die schmerzmittelmarke togal hat schon ein weilchen überlebt. sie wurde 1914 ins leben gerufen. die anzeige hier stammt aus dem jahre 1922 (schweizer illustrierte zeitung). die logoentwicklung ist auf der offiziellen togal-website mit einem bild dokumentiert.
das logo von odol hat sich gewandelt (oben werbung aus dem jahre 1922, unten das aktuell erhältliche produkt). die typische form der flasche ist geblieben. bei diesem produkt ist die flasche das konstante element mit dem großen wiedererkennungseffekt. die marke existiert seit 1892, hat also schon 130 jahre überlebt.
zuerst dachte ich, dass es sich um einen falsch getimeten 1.-april-scherz handelt. aber es ist wahr: die zurich-versicherung streicht das logo mit dem z auf blauem grund.
da das z zum kriegssymbol erklärt worden war – die russen verwenden es mit der bedeutung «für den sieg» –, verzichtet die zurich auf die verwendung ihrer z-marke im blauen kreis. mindestens mal für soziale medien wie z.b. facebook . auf ihrer website (zurich.ch und ~.com) sieht und liest man noch nichts über diesen schritt (stand: 2022 03 30).
das altbekannte logo der zurich.z-befreites social-media-logo der zurich.
aus einem jahrgang alter ausgaben der «schweizer illustrierten zeitung» (heute: «schweizer illustrierte») aus dem jahr 1922 habe ich ein paar inserate herausgepickt. die marken gibt’s noch, das logo hat sich dem zeitgeist angepasst.
eine marke, die schon fast 175 jahre überlebt hat, ist die uhrenmarke omega.
das neue logo (seit 1974) in der zeitlosen schrift «futura». diese schrift ist gleichzeitig so klassisch und modern, dass sie wohl nie veralten wird. es wurden nur noch kleine anpassungen vorgenommen, vor allem der buchstabe Ω erhielt eine elegantere form.
die uhrenfirma braucht keinen claim mehr zum logo – «official timekeeper» liest man zwar ab und zu, meistens aber nur im zusammenhang mit sportanlässen.
erstaunlich konstant hielt sich die maisstärke-marke «maizena» (1916 gegründet) über die letzten 100 jahre. die ausgefallene schrift ist ikonisch.
wieder mal ist eine logo-aktualisierung gelungen. die css, die mittlerweile größte krankenkasse der schweiz, macht vor, wie das geht.
das in die jahre gekommene signet mit dem kristall und den viel zu vielen linien wurde nach etwa 35 jahren gebrauch endlich über bord geworfen (offizieller einführungstermin: april 2022).
das hellere blau (cyan) wurde zur hauptfarbe für den neuen schriftzug, der eine originelle s-ligatur zeigt. die welle lässt einen zwar etwas in richtung wasser oder thermalquelle assoziieren. definitiv ist jetzt mehr bewegung drin als im überaus statischen wirkenden, alten signet.
der neue claim lautet: «deine gesundheit. dein partner.» wie bei den meistens claims ist auch da die originalität dann wieder auf der strecke geblieben.
css ist schon lange eine abkürzung, deren ursprung wohl fast niemand kennt. gegründet wurde die firma 1899 als «christlichsoziale kranken- und unfallkasse der schweiz», «caisse-maladie chrétienne-sociale suisse».
bei koradi gibts so viel claim (oder sagen wir: erwähnung der fachgebiete), dass das finden des firmennamens schon fast ein kleines suchrätsel darstellt. erobern stichwortwolken jetzt auch den offlinebereich?
mad classic, zürich. das logo selbst wurde von den designern selbst wohl als «unleserlich genug» eingeschätzt … so dass man den namen gleich nochmals drunterschrieb. sicher ist sicher.
normalerweise erwartet man griechische namen für griechische restaurants, französische für französische. dieses logo stellt alles auf den kopf. die großartige typografie rundet das ganze ab … </ironie aus>
viele volg-läden laufen mit neuem konzept nun unter dem neuen namen «prima». das neue logo wirft doch einige fragen auf.
nicht nur der name klingt etwas ältlich, auch die schrift wurde nicht aus der modernsten kiste gegriffen. der kontrastlose schattenwurf hinterlässt zusätzlich noch etwas stirnrunzeln.
das einzig frische ist die farbwahl für den hintergrund.