idiome (redewendungen)

es gibt umzählige wörter dafür: redensart, phraseologismus, idiom oder idiomatische wendung, redewendung, stehende wendung, fester ausdruck, ausdrucksweise, phrase, floske, formel.

daabei handelt es sich um eine eigentümliche wortprägung oder wortverbindung, deren bedeutung sich nicht aus den einzelnen bedeutungen der wörter ableiten lässt. beispielsweise hat ein angsthase nichts mit einem hasen zu tun; es meint ein sehr ängstlicher mensch.

redewendungen und sprichwörter sind die «oberste schicht», die «sahne» einer sprache. wenn man solche drauf hat, kennt man eine sprache recht gut. es ist auch dort, wo eine sprache interessant, aber auch sehr komplex wird, da es um bedeutungen jenseits der wörter geht. deshalb sind gerade dort auch übersetzungsprogramme überfordert.

der hauptunterschied zwischen sprichwörtern und redewendungen: erstere kommen immer in ganzen sätzen und sind unveränderlich («aller guten dinge sind drei.»). redewendungen sind etwas flexibler und lassen sich an zeit und person anpassen. sie werden jeweils im infinitiv aufgeführt («schmetterlinge im bauch haben»).

in der werbung werden redewendungen und sprichwörter gerne abgewandelt. meist eher schlecht (davon handelt dieser blog häufig), manchmal aber auch clever.

folgendes beispiel braucht gar keine wandlung. hier ist die wandlung diese, dass das idiom nicht wie sonst immer übertragen gemeint ist, sondern wörtlich:

«da haben sie den salat!»
claim auf einem lastwagen: «da haben sie den salat!»

mehr sprichwörter und redewendungen mit erklärungen hier.

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klare ansage

die meisten firmenclaims kann man spülen. aus diesem mitgrund ist ja auch dieser blog entstanden. umso schöner, wenn dazwischen auch mal originelle oder zumindest klare botschaften auftauchen.

no bullshit inside.
no bullshit inside.

hiermit wäre die marke peak punk lobend erwähnt. klar, dass bullshit da in diesem produkt nichts zu suchen hat – wär ja sonst nicht vegan.

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ehrliche politik

sie sind bis jetzt nie groß aufgefallen. aber damit ist jetzt schluss. zum ersten mal macht die bdp, eine schweizer partei irgendwo am rechten rand der mitte, mit selbstironie auf sich aufmerksam (ironie war bis anhin definitiv keine domäne, die vom rechten lager beherrscht wurde – aber auch die linken brachten das kaum je recht hin).

umso schöner also der claim «langweilig, aber gut».  wieso eigentlich nicht gleich als headline?

langweilig, aber gut.
langweilig, aber gut.

 

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raum für lösungen

 

«die lösung im raum» – ein claim, der zu verschiedenen firmen passen könnte. beim ersten durchlesen frag ich mich, welche art lösung (z.b. kochsalzlösung) und was für ein raum (zimmer, weltall – oder «im raum» übertragen gemeint?) gemeint sein könnte.

die lösung im raum
die lösung im raum. 

möglicherweise hat sich der innerausbau-schreiner da weniger gedanken dazu gemacht als ich. wie auch immer: dieser spruch darf. durchaus.

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es rockt

da rockt einer ...
da rockt einer …

baugeschäfte haben meistens keine coolen logos oder claims. hauptsache die farben gelb und schwarz, sagen sich 99,8% in dieser branche.

lerch macht bei den farben zwar keine ausnahme, aber wenigstens gibt sich der claim mal ganz andersartig: «… rockt den bau.»

viel spaß beim abrocken!

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zu früh gefreut

 

licht und ton vom besten.
licht und ton vom besten?

ich dachte schon, einen zur abwechslung mal selbstbewussten claim für eine sound-and-light-firma entdeckt zu haben: «religion von licht und ton gottes». welcher künstler hätte nicht gern solche profis den den mischpulten, wenn er auf der bühne steht?

leider wars dann doch nur eine art religiöse gruppe.

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ein claim für fast jeden

fast alles für fast jeden.
galaxus-claim: gut dosiertes understatement.

claims sind meistens überflüssig. oder richtig scheiße. meistens beides. aber den hier darf ich in die daumen-hoch-gallerie einordnen.

«fast alles für fast jeden» nimmt sich nicht so ernst, kommt auch leicht bescheiden daher. für die understatement-affine schweiz optimal getextet. alternativ und etwas geschlechterneutraler wäre «… für fast alle» gewesen, aber man hat sich wohl schon etwas überlegt, wieso man sich für «… fast jeden» entschieden hat.

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