
mal was anderes, das logo so auf ein gebäude anzubringen, dass es nicht von jeder seite komplett sichtbar ist. so viel mut wie die bonbonfabrik hunziker bringt selten eine firma auf – das geschäftslogo einfach mal so um die ecke zu wickeln.
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der blog über sprache, design und werbung.
firmenlogos, ausgefallen aufgefallene oder solche für den abfall.

natürlich, gerne ein bier, wenn ich schon mal in aarau bin und da lokal was eigenes gebraut wird. aber bevor ich den ersten schluck auf den durst zu mir nehme, schlucke ich einmal leer:
ähm, leute … im ernst? war da nicht mal was mit rot rundrum und schwarzer farbe auf weißem grund? so irgendwo zwischen 1920 bis 1945? und dann noch mit einem adler kombieniert. falls das design nicht absichtlich entstanden ist: schaut euch das ganze doch nochmals an.
(anmerkung: das stadtwappen der stadt aarau besteht aus einem schwarzen adler auf weißem grund. rot kommt nur als sekundärfarbe am rande (wörtlich) vor.)


ich gehe seit jahren dran vorbei: blume 3000. bislang hat mich nur die zahl 3 gestört, die typografisch irgendwie nicht ganz zum rest passen will. die ganze schriftwahl (avant garde) ist unemotional, dafür zeitlos sec. als ganz krasser kontrast zu dem emotionalen produkt, das feilgeboten wird, steht dann auch der name:
der klingt eher nach einem technischen objekt. ähnlich wie vor der letzten jahrtausendwende, als alles moderne irgendwo den zusatz «2000» trug. nun, das jahr 3000 ist noch weit entfernt, wir haben nicht das gefühl, kurz davor zu sein, es fehlt der bezug (außer vielleicht für zuschauer der kindersendung «woozle goozle», wo jedes gadget die beinummer 3000 erhält).
mich würde wunder nehmen, welche namen da noch zur auswahl standen, als das geschäft gegründet wurde. oder hat der chef selbst einfach mal die erstbeste schrift genommen, die auf seinem computer installiert war?
zur schrift avant garde: http://www.fontblog.de/fontblog-archiv/C420185419/E124238157/index.html

eine schöne wortwolke als logo. das rote zeichen in der mitte ist der familienname yang.
was das bunte «www» soll, bleibt ein rätsel, zumal es der redundanteste teil des ganzen schildes darstellt. helvetica ist natürlich auch nicht die erste schriftwahl für ein logo (immerhin nicht comic sans), aber ich lobe hier nur den linken teil der panele.

es hat mal gut angefangen. mit einem schwungvollen schriftzug, in einem geschmeidigen kreis. dann bei der praktischen anwendung zwei krasse ausrutscher: