aldis neuster versuch

vom lieben aldikind hatten wir es hier auf logoblog.net schon häufiger (siehe hier oder hier oder hier). und wir sind ihm immer wieder dankbar für verblogbare steilvorlagen.

einmal mehr startet der discounter den versuch, a) migros den rang abzulaufen und, neuerdings, b) eine kultmarke zu werden. für ersteres bedient er sich dem migros-vokablar. (wie viel selbstironie ist da dabei?) für letzteres ist bekleidung mit dem aldi-logo angesagt. jede wette, dass dieser schuss extrem weit neben der ska-mütze landet.

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ausgehascht …

haschi ist nicht mehr. ein schweizer klassiker hat sich verabschiedet. oder macht zumindest mal pause. anbei zwei werbeanzeigen aus dem jahr 1922 sowie die abbildung der zuletzt erhältlichen packung. das logo wurde kaum angetastet und hat mit dem abgebildeten berg (pilatus bei luzern) über ein jahrhundert eine felsenstarke marke gebildet (absichtlich etwas altmodisch gehalten). leider ist das «täfeli» (bonbon) nun nicht mehr in der klassischen form erhältich. gründe dafür sind in diesem artikel zu lesen.

der etwas ungewohnte name des kräuterbonbons ist kein abgewandeltes onomatopoetikum fürs niesen («hatschi!») – noch hat es etwas mit hasch(isch) zu tun (ein amt für verbraucherschutz wollte sogar mal eine namensänderung erzwingen).

die auflösung steht auf der unteren anzeige. es ist eine zusammensetzung aus den ersten silben des ursprünglichen firmennamens halter & schilling. otto halter und albert schilling brachten das «zeltli» (nochmals ein helvetismus für bonbon) 1919 auf den markt.

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mehr luftpumpen …

eine werbekampagne für decathlon, die mir gefällt (den claim «sport for all. all for sport» lassen wir bei dieser betrachtung mal weg – in richtigem englisch wäre dass dann sowieso «sports» (mehrzahl)).

die kampagne besticht nicht nur durch ihre schlichtheit, sondern vor allem durch die treffenden headlines. realisiert worden ist sie durch wagnerwagner.

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sorgenkind mit zwang zur hardcore-anbiederung

unser aldi-kind ist immer wieder gut für ein paar große portionen stirnrunzeln. logoblog war dabei. und dabei.

als neustes wird die «wir-machen-es-jetzt-mit-swissness»-strategie auch noch mit dem einsatz von schwiizertüütsch forciert. aber leider scheinen da nicht wirklich profis am werk zu sein.

so viel schwiiz.
so viel schwiiz.

«so viel schwiiz» sagt man in keinem dialekt. das wort «viel» lautet in helvetien überall «vill» (kurzes i).

drei schweizerkreuze auf einem haufen (dieses mal immerhin in den richtigen proportionen des kreuzes), ist echt fast etwas zu viel schweiz, liebes aldi-kind (bzw. jetzt -chind).

gschmack vo heimat ...
gschmack vo heimat …

und dann haben wir noch ungelenke sätze. hier würde man eher «de gschmack vo de heimat …» sagen. falls überhaupt.

also, aldi-goof, die schmerzgrenze ist jetzt deutlich überschritten!

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