japans gullys

ein gully – der oder das –, auch sinkkasten, straßenablauf oder dole, ist ein in die fahrbahn eingelassener abfluss, der niederschlagswasser in die kanalisation leitet und feststoffe wie Laub oder sand zurückhält.

der begriff stammt vom altfranzösischen gole (kehle) und wurde um 1870 aus dem englischen übernommen. soweit die definition. natürlich gibt es mittlerweile nicht nur abflussschächte, sondern auch andere öffnungen im boden (für elektrizität, vermessung usw.), die sich im «alltagsgebrauch» in abgedeckter form zeigen.

zu jedem gully gehört im nämlich ein deckel. dieser ist meist kreisrund. damit wird verhindert, dass der deckel in den eigenen gully fallen kann – was z.b. bei quadrat- oder rechteckform – oder auch oval – der fall wäre.

japans dolendeckel sind kleine kunstwerke, den blumigen logos (s. artikel unten) nicht unähnlich und oft auch gleich mit farben verziert. hier ein paar «modelle»:

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japan

teil 1. anbei eine auswahl an logos aus japan. in fachkreisen ist relativ unbestritten, dass die grafische handwerk japans zu den weltweit besten gehört (ich würde behaupten: die japaner sind die besten).

die kalligrafie (wörtlich «schönschreiben»), welche alle japaner während der schulzeitt genossen haben, tut klar wirkung. sinn für ästhetik ist fest in der dna japans verbaut.

chinesische schriftzeichen (kanji) sind eigentlich, was heute als emoji wieder in die kommunikationskultur eindringt: piktogramme, reduzierte abbildungen von objekten oder ideen. auch unsere buchstaben leiten sich ursprünglich von piktogrammen ab. mit den emojis sind wir eigentlich wieder dort angelangt, ganz am anfang, wo die die schriftliche vermitttlung angefangen hat.

der japaner braucht nebst zwei stilbenalfabeten etwa 2000 verschiedene chinesische schriftzeichen im alltag (der chinese gar um 2500 bis 3500). die jahrhundertealte nähe zu bildzeichen, aus denen schliesslich ein großer teil der kunst hervorgegangen ist, zeigt sich in der modernsten form als manga (comics) und anime (zeichentrickfilme).

vor diesem hintergrund der kulturellen nähe zum bild wundert es nicht, dass auch logos fein abgestimmte werke sind. zwei elemente sind bei logos sehr typisch in japan: handschriftlichkeit und die kreisform.

der kreis ist die perfekte form im zweidiemensionalen raum. er ziert auch die landesflagge: ein roter kreis, der für die sonne steht.

das zweite immer wieder gesehene element ist die pinselhandschrift. damit will persönlichkeit und wärme zum ausdruck gebracht werden. im westen werden handschriften für logos eher vermieden (oder dann sind es generische, statische computerschriften, bei denen jeder buchstabe jedes mal genau gleich aussieht). der personal touch ist bei japanischen schildern jedoch ausdrücklich gewollt. da zeigt sich viel dynamik und echtheit – und nicht zuletzt respekt vor dem handwerk.

das element, das ebenfalls äußerst häufig gewählt wir, ist die blume. dieses motiv passt meist perfekt in einen kreis (oder wird entsprechend passend gemacht). mit blumen und bäumen im logos und wird die verbunden zur schöneheit der natur ausgedrückt.

logos, vor allem bei restaurants oder handwerksläden, sind zudem nicht auf steifen platten angebracht, sondern auf stofffahnen (jap. noren), wo sie auch von wind und eintretenden gästen bewegt werden und dynamik, nicht statik, präsentieren. animierte logos (heute digital hergestellt) sind also nicht wirklich eine erfindung der neustzeit.

hier nun eine auswahl an «rundlogos»:

1 · rikichan, ein japan-spezialitäten-restaurant (kette)

2 · wabiya korekido, kyoto
3 · ein handwerkladen in der stadt takayama
4 · familien-wappen (hier:watanabe-familie) sind logos wie alle andern auch …
5 · ein restaurant in kyoto
6 · kleiderverleih (v.a. kimonos für touristen) in kyoto mit moderner umsetzung von schriftzeichen
7 · katsumi in takayama:. hier gibts ramen-nudeln
8 · nakatani – genialität der einfachheit eines logos

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logogruß aus oslo.

logos aus der hauptstadt norwegens.

nam (nationalmuseum), oslo.
auch das logo ist überwachenswürdig: nationalmuseum von norwegen.
pol, oslo.
pol – eine werbeagentur.
kafeteria august, oslo.
august, ein café.
bedtime, oslo.
vi fokuserer på en ting: at du skal sove godt! (wir fokussieren uns auf eine sache: dass du gut schlafen kannst!) – bedtime: alles fürs schlafzimmer.
franks, oslo.
restaurant franks in oslo. (ja, nebendran läuft gerade der lokale marathon.)
normal, norwegen.
normale varer. unormale priser. (normale waren. unnormale preise.)
koe ramen, oslo.
tja, und das hier …? was könnte das wohl sein?
koe ramen, oslo.
hier ist die antwort zur frage oben: eine japanische nudel. koie râmen, oslo.
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ausgehascht …

haschi ist nicht mehr. ein schweizer klassiker hat sich verabschiedet. oder macht zumindest mal pause. anbei zwei werbeanzeigen aus dem jahr 1922 sowie die abbildung der zuletzt erhältlichen packung. das logo wurde kaum angetastet und hat mit dem abgebildeten berg (pilatus bei luzern) über ein jahrhundert eine felsenstarke marke gebildet (absichtlich etwas altmodisch gehalten). leider ist das «täfeli» (bonbon) nun nicht mehr in der klassischen form erhältich. gründe dafür sind in diesem artikel zu lesen.

der etwas ungewohnte name des kräuterbonbons ist kein abgewandeltes onomatopoetikum fürs niesen («hatschi!») – noch hat es etwas mit hasch(isch) zu tun (ein amt für verbraucherschutz wollte sogar mal eine namensänderung erzwingen).

die auflösung steht auf der unteren anzeige. es ist eine zusammensetzung aus den ersten silben des ursprünglichen firmennamens halter & schilling. otto halter und albert schilling brachten das «zeltli» (nochmals ein helvetismus für bonbon) 1919 auf den markt.

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gruß aus winti

ein paar logos, die den weg in die kamera in winterthur gefunden haben.

oxyd.
oxyd kunsträume.
novalana.
passende schrift bei novalana.
klarsicht.
klar, das muss wohl ein optiker sein: klarsicht.
travelhouse.
reisebüro travelhouse.
kaffee leben.
eine weitere variante der herzform bei kaffeeleben.
illusion by 2.
das entziffern dieser autobeschriftung kann mehrere minuten in anspruch nehmen. die korrekte lösung ist hier zu erfahren.
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